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Informelle versus berufsvorbereitende und -begleitende Bildung

In meiner Arbeit als Dozentin verbinde ich klassische Bildungsinhalte mit zukunftsorientierten Kompetenzen, die für ein selbstbestimmtes Berufs- und Privatleben unverzichtbar sind. Dabei unterscheide ich zwei zentrale Felder:

Informelle Bildung

Die informelle oder auch außerschulische Bildung richtet sich an Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen – unabhängig von einem konkreten Ausbildungs- oder Studienweg.
Hier liegt der Schwerpunkt auf persönlicher Entwicklung, gesellschaftlicher Teilhabe und der Stärkung individueller Handlungskompetenzen.
Dazu gehört insbesondere:

  • Förderung von Medienkompetenz und kritischem Denken
  • Vermittlung sozialer und interkultureller Kompetenzen
  • Grundlagen der finanziellen Bildung – Budgetplanung, Schuldenprävention, verantwortungsvoller Umgang mit Geld

Gerade die finanzielle Bildung spielt hier eine Schlüsselrolle: Wer schon früh versteht, wie Konsum, Verschuldung, Investition und Altersvorsorge zusammenhängen, kann aktiv gegen spätere Altersarmut vorsorgen – unabhängig vom beruflichen Status.


Berufsvorbereitende und -begleitende Bildung

In der berufsvorbereitenden und -begleitenden Bildung steht der direkte Bezug zur Arbeitswelt im Vordergrund. Ziel ist es, Auszubildende, Studierende und Berufseinsteiger:innen so zu qualifizieren, dass sie fachlich, methodisch und wirtschaftlich nachhaltig arbeiten können.
Meine Schwerpunkte sind hier:

  • Praxisreflexion und Rollenbewusstsein im sozialen und pädagogischen Berufsfeld
  • Projektmanagement und Organisation auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten
  • Finanzkompetenz im Berufsleben: Von Gehaltsplanung und Steuergrundlagen bis zur privaten Vorsorgeplanung
  • Strategien für langfristige finanzielle Stabilität, um schon während des Erwerbslebens Altersarmut vorzubeugen

Mein Fokus

Es entstand schon früh ein selbstständiger Bildungsbereich völlig frei von Lehraufträgen, der nur dem Bildungsinteresse und -auftrag von Einzelpersonen und Gruppen folgte.

Ich fülle damit die große Lücke im Bereich finanzieller Bildung in und für Familien und Einzelpersonen, weil finanzielle Bildung immer im familiären Gefüge entsteht, sich dort entfaltet oder eben auch in ihrer Dynamik blockiert ist.

Insofern ist dies nicht nur ein generationsübergreifendes, sondern auch ein vornehmlich weibliches Bildungsgebiet.

Seit Anfang 2024 bin ich freiwillig und ehrenamtlich bei Philia e.V. engagiert und begleite als Facilitatorin die monatlichen Gesprächskreise zum Women Empowerment. Diese werden vorrangig von internationalen Frauen mit diversen kulturellen Hintergründen besucht und zeigen eines immer wieder: wie wichtig und herausfordernd die hohe Mobilität der Migration für Familiengründung, partnerschaftliche Versorgung und eine alterssensiblen Vermögensaufbau ist. Wir tauschen uns hier über Ideen zu zukünftigen Wohn- und Lebensformen aus und netzwerken dazu mit diversen Initiativen und informellen Gruppen.

Und so entstand über drei Jahrzehnte zum Wissen auch das Gespür dafür, wie wichtig es ist, bereits Kindern und Teenager erste fianzielle Grundlagen im Verständnis, aber vor allem auch außerschulische Formate anzubieten, dass sie Vermögensaufbau und -erhalt über Generationen wie Muskeln entdecken und trainieren können.
So entstanden die Treffen, um Robert Kiyosakis CashFlow-Game mit geübten Spielern regelmäßig zu üben, sich generationsübergreifend über die Welt zu unterhalten und mit dem Rückblick auf selbst erfahrene Geschichte über sinnvolle und -lose Investitionen und den persönlichen Umgang mit Geld und Vermögenswerten auszutauschen.Während ich mich über das Vorlesen des Kinderbuchs „Ein Hund namens Money“ von Bodo Schäfer und „Rich dad, poor dad“ von Robert Kiyosaki mit meiner heranwachsenden Tochter fianziell weiterbildete, entstand auch unsere Idee der „Geschichte vom klugen Faultier“ … und damit war das Herzensprojekt unseres Familienunternehmens geboren. Auf der Webpräsenzen digifampreneur und smart sloths kann beides vertieft werden.

Finanzielle Bildung als Schlüssel zur Vorbeugung von Altersarmut

Aus den Erfahrungen in der Beratung und Lehre weiß ich: Fehlendes Wissen über Geld, Vorsorge und Investition ist einer der größten Risikofaktoren für spätere Altersarmut. Deshalb integriere ich finanzielle Bildung nicht nur in meine Lehrtätigkeiten – sowohl im außerschulischen als auch im berufsbegleitenden Kontext, da pädagogische Berufsgruppen besonders prekär versorgt sind.
Ich vermittle möglichst praxisnah allen Interessierten, wie man

  • Einnahmen und Ausgaben langfristig plant
  • Schuldenfallen vermeidet oder auflöst
  • rechtzeitig Vermögen aufbaut und die Lebenszeit nutzt
  • sozialrechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen berücksichtigt

So entstand über die Jahrzehnte ein Bildungsansatz, der nicht nur fachlich qualifiziert, sondern auch finanziell emanzipiert – und Menschen befähigt, ihr Leben so aktiv wie möglich zu gestalten.

So ergab sich auch 2024 der Kontakt zum Wohlstandsclub, in dem besonders viele Berliner Senior:innen nicht nur Lebenserfahrung, sondern auch ihr Wissen und durchaus Nebenerwerbsmöglichkeiten und gemeinsame Investitionschancen miteinander teilen.
Wir treffen uns regelmäßig CashFlow-Brunch und trainieren uns gegenseitig spielerisch voran.


 

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